Anleitung zur Cloud-Synchronisation von Konfigurationen

Dokumentversion: 20260811

Von diesem Dokument abgedeckte App-Versionen:

  • iOS: >= 3.14
  • Android: >= 1.4.0
  • macOS / Windows (Desktop): >= 1.0.14

Die Cloud-Synchronisation von Konfigurationen (Cloud Sync) ermöglicht nach Anmeldung mit demselben Konto die Synchronisation regelbasierter Konfigurationen zwischen Geräten unter Windows, macOS, Android und iOS — ohne wiederholtes Importieren oder manuelles Kopieren.

Wichtig: Es werden nur „Regeln und Konfigurationsdateien“ synchronisiert. Aufzeichnungsdaten werden nicht hochgeladen. Aufzeichnungsdaten verbleiben stets nur auf Ihrem Gerät.


I. Welche Daten synchronisiert werden

Die Cloud-Synchronisation unterstützt derzeit 6 Konfigurationstypen. Wählen Sie unter „Einstellungen → Cloud-Synchronisation von Konfigurationen → Synchronisationsinhalt“:

SynchronisationstypBeschreibung
Host-Zulassungs-/SperrlisteHost-Filterregeln bei der Aufzeichnung
DNS-ZuordnungRegeln zur Auflösung von Domains auf benutzerdefinierte IPs
UmschreiberegelnMock, Umschreiben, Verwerfen, Weiterleitung usw.
SkripteVom Nutzer geschriebene JavaScript-Skripte
Combo-ReplayRegeln für Combo-Replay-Workflows
Protobuf-Deskriptordateien.desc und ähnliche Dateien für Protobuf-Dekodierung

Nicht synchronisiert (bitte beachten):

  • Aufzeichnungsverlauf, Sitzungen, Request-/Response-Bodies und andere Verkehrsdaten
  • Zertifikate, favorisierte Anfragen, favorisierte API-Dokumentation usw.
  • Ihre Verschlüsselungspassphrase (siehe „Ende-zu-Ende-Verschlüsselung“ unten)

II. Verwendung

2.1 Voraussetzungen

  1. Anmeldung beim ApiChatcher-Konto (E-Mail + Bestätigungscode)
  2. Ihr Konto verfügt über die Berechtigung zur Cloud-Synchronisation von Konfigurationen
  3. Verschlüsselungspassphrase unter „Einstellungen → Cloud-Synchronisation von Konfigurationen“ einrichten (Abschnitt III)
  4. Schalter „Cloud-Synchronisation aktivieren“ einschalten

2.2 Erstmalige Aktivierung auf einem Gerät

  1. Einstellungen → Cloud-Synchronisation von Konfigurationen öffnen
  2. Hinweis zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf der Seite lesen
  3. Verschlüsselungspassphrase festlegen, bestätigen und speichern
  4. Cloud-Synchronisation aktivieren
  5. Zu synchronisierende Konfigurationstypen auswählen
  6. Optional „Jetzt synchronisieren“ für manuelle Synchronisation

2.3 Neues Gerät (Cloud-Daten bereits vorhanden)

  1. Mit dem selben Konto anmelden
  2. Cloud-Synchronisation öffnen und dieselbe Passphrase wie auf dem ersten Gerät eingeben
  3. Passphrase speichern und Cloud-Synchronisation aktivieren
  4. „Jetzt synchronisieren“ — das Gerät lädt Konfiguration aus der Cloud und entschlüsselt sie

Bei falscher Passphrase warnt die App vor Abweichung oder fehlgeschlagener Entschlüsselung. Prüfen Sie die Übereinstimmung mit der ursprünglichen Passphrase.

2.4 Tägliche Nutzung

  • Nach Änderungen synchronisierter Konfiguration (Host-Regeln, DNS-Zuordnung, Umschreiberegeln usw.) wartet die App kurz (~2 Sekunden) und lädt Änderungen automatisch hoch — meist ohne manuelle Aktion.
  • Beim Öffnen der App oder Rückkehr in den Vordergrund prüft sie Cloud-Updates und lädt sie herunter.
  • Beim Öffnen einer Regelliste wird die neueste Cloud-Konfiguration dieses Regeltyps automatisch geladen.
  • „Jetzt synchronisieren“ ist jederzeit für manuelle Synchronisation verfügbar.

2.5 Cloud-Daten löschen

Unten auf der Cloud-Synchronisationsseite: „Cloud-Konfigurationsdaten löschen“.

  • Löscht nur verschlüsselte Sicherungen auf dem Server, nicht die lokale Konfiguration auf dem Gerät.
  • Bei vergessener Passphrase oder Passphrase-Wechsel müssen Sie in der Regel zuerst Cloud-Daten löschen (Abschnitt V).

III. Funktionsweise der inkrementellen Synchronisation

Die Cloud-Synchronisation nutzt inkrementelle Synchronisation — nicht jedes Mal die gesamte Konfiguration. Nachfolgend eine verständliche Übersicht.

3.1 Es wird nur geändert, was lokal geändert wurde

Wenn Sie in einer Kategorie eine Regel hinzufügen, ändern oder löschen, markiert die App den Eintrag lokal als „ausstehend“. Kurz darauf werden nur geänderte Einträge verschlüsselt und hochgeladen — nicht die gesamte Bibliothek.

3.2 Eine „Änderungsliste“ in der Cloud

Jeder Konfigurationstyp führt in der Cloud eine Versionsnummer und Elementliste (ID, Aktualisierungszeit, Löschkennzeichen). Beim Sync:

  1. Gerät fragt die Cloud: „Welche Version? Welche Elemente haben sich geändert?“
  2. Abgleich mit lokalem Stand; Download nur neuer Cloud-Änderungen, die lokal fehlen
  3. Upload lokal ausstehender Änderungen an die Cloud

Bei hunderten Umschreiberegeln und einer Änderung synchronisiert meist nur diese eine.

3.3 Gleichzeitige Bearbeitung auf mehreren Geräten

Bearbeiten zwei Geräte fast gleichzeitig dasselbe Element, behält die Cloud die Kopie mit dem neueren Aktualisierungszeitstempel (Last Write Wins). So konvergieren alle Geräte, ohne dass die Sync blockiert.

Tipp: dieselbe Regel nicht gleichzeitig auf mehreren Geräten bearbeiten; bei Konflikt gilt die zuletzt gespeicherte/synchronisierte Version.

3.4 Aufzeichnungsverkehr wird nie synchronisiert

Der Prozess betrifft nur Regeln und Konfigurationsdateien. Anfragelisten, Antwortinhalte usw. gelangen nie in die Cloud-Sync-Pipeline und werden nie an ApiChatcher-Server hochgeladen.


IV. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE)

Die Cloud-Synchronisation von Konfigurationen verwendet Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Kurz: Nur Sie (und Geräte mit derselben Passphrase) können die Konfiguration lesen; unter normalen Bedingungen können Server und ApiChatcher keinen Klartext einsehen.

4.1 Verschlüsselung auf Ihrem Gerät

Beim Speichern synchronisierter Konfiguration:

  1. Sie geben auf dem Gerät eine Verschlüsselungspassphrase ein
  2. Die App leitet lokal einen Schlüssel ab (wird nie hochgeladen)
  3. Konfiguration wird auf dem Gerät verschlüsselt und komprimiert, dann hochgeladen
  4. Der Server erhält Chiffretext — nicht direkt lesbare Daten

Der Server speichert nur Chiffretext — keine lesbaren Host-Regeln, Skriptquellen usw.

4.2 Passphrase bleibt auf dem Gerät

  • Die Passphrase wird nie an ApiChatcher-Server hochgeladen
  • Sie wird im sicheren lokalen Speicher gespeichert (iOS Keychain, Android verschlüsselter Speicher, Desktop-Sicherheitsspeicher)
  • Beim Abmelden vom Konto wird die auf diesem Gerät gespeicherte Verschlüsselungspassphrase automatisch gelöscht

ApiChatcher kennt und speichert Ihre Passphrase nicht. Wir können sie nicht „wiederherstellen“.

4.3 Was liegt auf dem Server? Wird meine Passphrase gespeichert?

Nein. Verschlüsselungsbezogene Serverdaten:

Gespeicherter EintragZweckWiederherstellung von Passphrase oder Klartext?
Verschlüsselte Konfiguration (Chiffretext)Sicherung Ihrer RegelnNein — ohne Passphrase/Schlüssel keine Entschlüsselung
Schlüsselfingerabdruck (Key Fingerprint)Prüfung, ob alle Geräte denselben Schlüssel nutzenNein — Hash des Schlüssels, keine Rückrechnung zur Passphrase
SaltÖffentlicher Parameter zur SchlüsselableitungNein — Salt allein entschlüsselt nicht

Kurz:

  • Passphrase → nur auf Ihrem Gerät, nie hochgeladen
  • Schlüssel → auf dem Gerät aus Passphrase berechnet, nie hochgeladen
  • Schlüsselfingerabdruck → „Prüfsumme“ des Schlüssels zum Abgleich — nicht die Passphrase selbst

4.4 Wie prüft ein neues Gerät die Passphrase?

Häufige Frage: „Wenn der Server meine Passphrase nicht kennt, wie weiß mein neues Telefon, dass ich sie richtig eingegeben habe?“

Ablauf:

  1. Auf dem ersten Gerät leitet die App bei Passphrase und Aktivierung einen Schlüssel ab, berechnet den Fingerabdruck und registriert ihn in der Cloud (kontogebunden).
  2. Auf einem neuen Gerät lädt die App nach Anmeldung Salt und registrierten Fingerabdruck — weiterhin ohne Passphrase.
  3. Sie geben die Passphrase ein; die App leitet mit dem selben Algorithmus lokal ab und berechnet den Fingerabdruck.
  4. Stimmt der lokale Fingerabdruck überein, ist die Passphrase korrekt — Entschlüsselung und Sync möglich.
  5. Keine Übereinstimmung → falsche oder abweichende Passphrase; Upload wird verweigert, heruntergeladener Chiffretext nicht entschlüsselbar.

Die Prüfung erfolgt lokal auf dem neuen Gerät. Die Cloud liefert nur einen Referenz-Fingerabdruck — Ihre Passphrase wird nie übertragen.

4.5 Alle Geräte müssen dieselbe Passphrase verwenden

Jedes synchronisierende Gerät braucht die dieselbe Verschlüsselungspassphrase, damit Schlüssel und Fingerabdrücke übereinstimmen. Abweichende Passphrasen führen zu Warnungen und verhindern die Verbindung zu vorhandenen Cloud-Daten.

4.6 Sicherheitshinweise

  • Verwenden Sie eine starke Passphrase und bewahren Sie sie sicher auf.
  • Teilen Sie sie nicht mit nicht vertrauenswürdigen Personen — mit Kenntnis der Passphrase könnte jemand Ihre Cloud-Konfiguration auf seinem Gerät entschlüsseln.
  • ApiChatcher wird Sie niemals nach Ihrer Verschlüsselungspassphrase fragen.

V. Verschlüsselungspassphrase vergessen

Bei E2EE kann eine vergessene Passphrase nicht über ApiChatcher oder unsere Server wiederhergestellt werden — wir speichern sie nicht; es gibt kein „Passphrase zurücksetzen und alte Daten behalten“.

5.1 Warum kann ich die Passphrase nicht einfach ändern und alte Daten behalten?

Cloud-Daten wurden mit einem aus der alten Passphrase abgeleiteten Schlüssel verschlüsselt. Ohne alte Passphrase kein korrekter Entschlüsselungsschlüssel — der Chiffretext bleibt unlesbar. Das ist absichtliche Sicherheit: selbst bei Serverleck bleibt der Inhalt ohne Passphrase geschützt.

5.2 Vorgehen

Wenn Sie die Passphrase nicht wiederfinden:

  1. Auf einem Gerät mit aktivierter Cloud-Synchronisation Cloud-Synchronisation von Konfigurationen öffnen
  2. „Passphrase ändern“ ausführen. Dadurch werden die verschlüsselten Cloud-Daten und der Schlüsselfingerabdruck gelöscht
  3. Da dieser Vorgang nicht nur die lokale Verschlüsselungspassphrase, sondern auch die Cloud-Daten löscht, führen Sie „Passphrase ändern“ anschließend auf allen anderen Geräten mit aktivierter Cloud-Synchronisation aus
  4. Nachdem „Passphrase ändern“ auf allen Geräten abgeschlossen ist, legen Sie auf jedem Gerät nacheinander eine neue Verschlüsselungspassphrase fest und aktivieren Cloud-Synchronisation. Nach erneuter Aktivierung wird die aktuelle lokale Konfiguration hochgeladen und bildet eine neue Cloud-Sicherung

5.3 Empfehlungen

  • Passphrase in einem vertrauenswürdigen Passwortmanager speichern.
  • Vor dem Ändern der Passphrase sicherstellen, dass mindestens ein Gerät eine lokale Kopie behält.

VI. Häufige Fragen

F1: Ist Cloud Sync dasselbe wie „Echtzeit-Sync zu Burp Suite / Desktop“?

Nein. Cloud-Synchronisation von Konfigurationen synchronisiert Regeln und Konfigurationsdateien. Echtzeit-Sync (z. B. zu Burp Suite, WebSocket-Empfänger) synchronisiert aufgezeichneten Verkehr — separate Funktion.

F2: Cloud Sync ohne Anmeldung?

Nein. Cloud Sync verknüpft verschlüsselte Sicherungen mit Ihrem Konto und prüft Nutzungsberechtigungen.

F3: Bleiben Cloud-Daten nach Deaktivierung erhalten?

Ja. Deaktivierung stoppt nur weitere Syncs; bestehende Cloud-Sicherungen werden nicht automatisch gelöscht. Nutzen Sie „Cloud-Konfigurationsdaten löschen“.

F4: Löscht Deinstallation Cloud-Daten?

Nein. Deinstallation betrifft nur das lokale Gerät. Cloud-Sicherungen über „Cloud-Konfigurationsdaten löschen“ oder Kontolöschung entfernen.

F5: Was passiert bei abgelaufener Anmeldung?

Cloud Sync schaltet sich automatisch ab. Erneut anmelden und aktivieren.


VII. Verwandte Links

Fragen: [email protected]